Fenster und Boden

Schon alleine, weil wir in (fast) jedem Raum Fenster und Böden sauber halten müssen, sind das die Bereiche, die uns am meisten beschäftigen und zu denen auch am meisten Theorien vorliegen, wie man im besten Fall vorgeht und welche Tricks dabei anzuwenden sind.

Dabei ist sowohl Fenster putzen, als auch Fußböden wischen eigentlich eine ganz einfache Sache – unkompliziert und dazu auch noch absolut effektiv, weil man  - sobald Fenster und Böden sauber sind – die Wohnung schon ganz anders aussieht. Also los geht`s…

Die Gardinen...

Vor dem Waschen seiner Gardinen hat jeder erst mal gehörig Respekt. Wenn man ein paar Punkte beachtet ist das aber auch nicht wirklich dramatisch und geht schnell und problemlos von der Hand. In jedem Fall werden Sie sich hinterher einen Wolf freuen, wenn Sie Ihre frisch gewaschenen Gardinen wieder am Fenster hängen sehen – sieht aus wie neu…

Gardinen als erstes absaugen oder ggf. auch abnehmen und ausschütteln, damit der gröbste Schmutz entfernt wird. Als nächstes alle Metallteile entfernen (Gardinenringe aus Metall, etc.), die könnten beim Waschen rosten - und dann Flecken geben. Kunststoffteile brauchen sie nicht abzunehmen.

Gardine in einen Wäschesack oder alternativ in einen weißen (!) Kopfkissenbezug geben und schonend waschen – ggf. per Handwäsche. In der Waschmaschine ein schonendes Programm z.B. für Wolle einstellen. Empfindliche Gardinen sollten Sie aber  immer per Hand waschen. Bitte Waschmaschinentrommel maximal  halb füllen (sonst knitterts).

Gardinen sollten nach dem Waschen nicht geschleudert und auch nicht im Wäschetrockner getrocknet werden. Einfach feucht (nicht nass) wieder aufhängen und an der Vorhangstange trocknen lassen.

Fenster putzen...

Das kennt ja jeder – kaum sind die Fenster endlich alle geputzt, beginnt es mit Sicherheit zu regnen und die ganze schöne Pracht hat sich erledigt. Oder man ist sich absolut sicher, die saubersten Fenster der Welt hinbekommen zu haben – und sobald sich auch ein winziger Sonnenstrahl draußen sehen lässt, bekommen die Scheiben mehr Streifen als ein Zebra…

Also - wie putzt man denn nun richtig und Fenster? Da gibt es natürlich auch wieder mehrere Möglichkeiten…

Der erste Schritt ist immer, erst mal den groben Schmutz zu befreien. Auf der Scheibe befindet sich ja oft Blütenstaub oder auch sonstiger Staub – den sollten sie zunächst abkehren oder mit einem weichen Lappen abwischen, weil Sie sonst ggf. beim eigentlichen Fenster putzen die Scheibe verkratzen.

Danach Scheibe mit einem Lappen oder Schwamm und warmen Wasser säubern – ein Schuß Spülmittel im Wasser reicht dabei völlig aus. Sollten Sie festsitzende Flecken auf der Scheibe haben, können Sie die mit dem Wasser ein bisschen „einweichen“.

Alternativ zum Spüli-Wasser können sie natürlich auch wieder warmes Wasser mit etwas Essig verwenden – das hilft ja ganz gut gegen Kalkflecken.

Als nächster Schritt muss das Wasser ja irgendwie wieder von der Scheibe verschwinden – das erledigen Sie am besten mit einem Gummiabzieher, den sie möglichst ohne Absetzen in einer einzigen Kurvenbewegung von oben nach unten über die komplette Scheibe ziehen. Dabei den Abzieher ggf. zwischendurch mal  trocken reiben. Damit kommen Sie natürlich nicht in jede Ecke – deshalb wischen Sie die Stellen, die Sie nicht mit dem Abzieher erreicht haben, danach mit einem Fensterleder sauber.

Wenn Sie keine Lust haben, sich mit dem Abzieher einen Tennisarm oder eine Sehnenscheidenentzündung zu holen, bietet sich alternativ zum Gummiabzieher ein elektrischer Fenstersauger an. Damit bekommen Sie Ihre Fenster sprichwörtlich im Handumdrehen absolut sauber und streifenfrei – und zwar ohne großen Kraftaufwand. Und außerdem müssen Sie sich danach auch nicht damit beschäftigen, die kleine Hochwasserwelle, die sich in der Regel nach dem Fensterputzen auf Ihrem Fußboden bewegt, aufzufangen. Erledigt alles der Fenstersauger.

Anschließend noch den Fensterrahmen, die Griffe und das Fensterbrett reinigen – fertig.

Rund um die Fußböden...

Eigentlich könnte man es sich bei den Fußböden ja leicht machen – Besen raus, durchkehren, Staub unter den Teppich, Füße hoch und Feierabend.

Irgendwann ist dann unter dem Teppich aber natürlich kein Platz mehr, bzw. Sie bekommen niedliche Mitbewohner mit 6 oder 8 Beinen. Braucht kein Mensch – deshalb machen wir auch bei den Fußböden richtig Frühjahrsputz… Dabei muss man auf ein paar Punkte achten…

Wer sich richtig vorbereitet, spart Zeit und Ärger. Also zunächst mal möglichst alles, was so auf Ihrem Fußboden herumsteht und die „Kehr-Saug-Wisch-Aktion“ behindern könnte entweder aus dem Zimmer räumen, oder  irgendwo nach oben stellen, wo es nicht mehr im Weg ist.

Dann wird wieder erst der grobe Schmutz entfernt – damit meinen wir nichts, was eventuell zwei Beine hat und ständig im Weg rumsitzt, sondern den üblichen „Dreck“, den man halt so in seine Wohnung schleppt. Also erst mal kehren (bei Fliesen, Laminat, Parkett, etc.) oder saugen (Teppichboden).
Ja – is klaa ne– mit der der richtigen Düse kann man natürlich auch harte Böden saugen.

Dann geht es an die Nassreinigung – oder besser Feuchtreinigung. Das sollten Sie wörtlich nehmen, denn die wenigsten Böden vertragen wirklich eine Nassreinigung – die sollten Sie nur vornehmen, wenn Sie einen PVC-Belag oder Fliesen ausgelegt haben.

Alle anderen Hartböden sollten Sie feucht reinigen – Fachleutesprechen von „nebelfeucht“. Besonders die meisten Laminate ist in Sachen „Feuchte“ sehr empfindlich.

In der Regel brauchen Sie zum nebelfeuchten Wischen lediglich warmes Wasser, einen Allzweckreiniger und einen Fußbodenwischer. Angenehm ist es, wenn Sie einen Wischer verwenden, den sie nicht mit den Händen auswringen müssen.

Das Wischen an sich erfolgt wie die Bewegung beim Fensterputzen (Abziehen)  – in schönen schwungvollen Bewegungen leicht und locker aus der Hüfte ohne Absetzen von links nach rechts durchwischen.

Immer wieder kommt es natürlich auch vor, dass hartnäckigere Flecken Ihren Fußboden zieren, die nicht so einfach mit der „Kehr-Saug-Wisch-Methode“ zu entfernen sind. Auch dann müssen Sie aber nicht gleich Löcher in Ihren Fußboden schneiden – es gibt ja bekanntlich für alles eine Lösung.

Flecken im Teppichboden mit Backpulver bestreuen und das Pulver mit einer Bürste einmassieren. Danach heißes Wasser auf den Fleck gießen (oder besser sprühen) und 4 bis 5 Stunden einwirken lassen. Danach absaugen.

Eine Grundreinigung Ihres Teppichbodens machen sie ja normal mit dem Staubsauger. Wenn Sie gerne eine intensivere Reinigung durchführen möchten, gibt es Dampfreiniger, die Sie ggf. ausleihen können.

Für Flecken auf Laminat gibt es spezielle Laminatreiniger im Handel. Dabei beachten, dass Sie den Laminatreiniger nicht direkt auf das Laminat geben, sondern immer auf ein trockenes Tuch – und den Fleck danach mit dem Tuch bearbeiten. Streifen von Schuhen oder ähnliche Flecken können Sie z.B. mit einem Schmutzradierer (gibt es z.B. auch für Schuhe) bearbeiten.

Beim Parkett macht es einen großen Unterschied in der Pflege, ob Sie z.B. ein versiegeltes, ein lackiertes oder ein geöltes Parkett ausgelegt haben. Für jede Art gibt es verschiedene Pflegeprodukte, die sie z.B. dem Wischwasser beifügen können. Dazu sollten Sie sich in Ihrem Baumarkt beraten lassen.

Fliesen reinigen Sie ja in der Regel mit  warmen Wasser und etwas Allzweckreiniger – das reicht ja völlig aus. Bei den Fliesenfugen sieht das etwas anders aus, die bekommt man damit oft nicht richtig sauber, vor allem, wenn die Fliesen schon ein paar Tage alt sind. Da hilft dann eigentlich nur die „Bundeswehr-Methode“ – Zahnbürste raus uns schrubben.
Damit das nicht ausartet, kann man aber auch bei den Fliesen den Backpulver-Trick anwenden. Backpulver und Zitronensaft und ggf. etwas Wasser mischen und auf die Fugen auftragen und mit der Zahnbürste drübergehen. Danach mit einem Lappen abwischen.