Richtig einheizen - ohne Grill geht gar nichts...

Ja genau so ist es!
Ohne Grill kann man sich einen lauen Sommerabend kaum vorstellen. Ein saftig gegrilltes Roastbeef, frisch vom Rost auf den Teller. Dazu die passende Barbecue-Sauce. Ein kühles Bier – was will man mehr. Und deshalb ist der richtige Grill wohl mit das wichtigste Puzzlestück auf dem Weg zur perfekten Gartenparty. Dabei gibt es wohl annähernd so viele verschiedene Varianten und Bauweisen, wie es Gärten gibt.

Angefangen vom klassischen Säulenholzkohlegrill bis zum Smoker für die versierten Barbecuegriller unter Ihnen. Wer es bequemer mag kann auf Gas- oder Elektrogrills zurückgreifen. Sogar ganze Grillküchen kann man sich in den Garten stellen. Eben der American „way of life“.
Für Ihre ganz persönliche Testphase zu Ihrem Grill haben wir auf dieser Seite immer wieder einzelne leckere Rezepte, wie Spare-Ribs oder auch ein vegetarisches Grillgericht mit eingebaut – viel Spaß beim Testen.

Kohle, Gas, Elektro - Was es alles gibt...

Der Klassiker - Kohlegrill
Die Urform des Party-Grillens. Für alle Gewohnheitstiere, Nostalgiker oder Traditionsbewusste unter Ihnen ist sicher der Kohlegrill die erste Wahl. Für die Gelegenheitsgriller gibt es preisgünstige Grills oder sogar Einweggrills. Wer aber öfter als zweimal im Jahr grillt und auch mal eine größere Gruppe mit leckerem Gegrilltem versorgen will, der sollte auf Qualität setzen.

Alle Grills mit Kohle funktionieren ähnlich. Das Prinzip ist an sich immer das Gleiche: Das Grillgut wird auf einem Rost über der erhitzten Holzkohle gegart – das kennt ja jeder. Allerdings sind die verschiedenen Grills teils unterschiedlich aufgebaut – mit mehr oder weniger unterschiedlichen Vorzügen.

Der Edelstahlholzkohlegrill, auch bekannt als Säulengrill oder Edelstahlrundgrill ist der perfekte Gartengrill. Er ist sehr witterungsbeständig, weshalb man Ihn auch über den Winter außen stehen lassen kann. Je dicker das Blech, desto langlebiger – in der Regel. Wer unterschiedliche Hitzegrade braucht, sollte außerdem darauf Acht geben, dass der Grillrost höhenverstellbar ist.
Was den Säulengrill außerdem noch auszeichnet ist die Luftzufuhr, die man unten an der Säule regeln kann. Durch Auf- oder Zuschieben der Öffnungen gelangt ein unterschiedlich starker Luftstrom von unten an die Holzkohle. Dadurch kann man die Kohle schneller zum Glühen bringen, danach durch Reduzierung der Luftzufuhr aber gleichzeitig die Glut länger auf gutem Niveau halten. Insgesamt eben ein robuster Allrounder für alle Hobby-Griller.

Der Kugelgrill ist wie es Name schon vermuten lässt wie eine Kugel aufgebaut. Besser gesagt aus zwei halben Kugeln. Die untere Hälfte enthält die Kohle und den Grillrost. Die obere Hälfte dient als Deckel. Im Deckel befindet sich oft ein Lüftungssystem, mit dem man Frischluft zuführen kann. Damit kann man die Hitze und das Anbrennen der Kohle besser steuern. Der Deckel beinhaltet oftmals ein Thermometer, damit die optimale Grilltemperatur eingehalten werden kann. Mit Kugelgrills kann man außerdem auch indirekt Grillen. Gutes Beispiel dafür ist zum Beispiel die Zubereitung von Pizza.

 

Was ist eigentlich indirektes Grillen:
Indirektes Grillen ist eine langsame und schonende Art zu Grillen. Das indirekte Grillen ist nur mit einem geschlossenen Garraum, also einem Kugelgrill oder Grill mit Deckel möglich. Wichtig ist, dass die Briketts/Kohle am Rand (dafür gibt es extra Kohleschalen) der Kugel eingefüllt sind. Die Grillspeisen werden in die Mitte des Rosts gelegt und somit indirekt von allen Seiten gleichmäßig gegart. So lassen sich zum Beispiel auch Braten zubereiten.

Der Schwenkgrill besteht aus einem Dreibein mit Kette, an der der Grillrost befestigt ist. Darunter steht eine Schale mit der Kohle. Den Rost kann man mit Hilfe der Kette nach oben oder unten bewegen und somit die Höhe stufenlos einstellen. Der Durchmesser des Grillrostes kann bis zu einem Meter oder mehr betragen. Der Schwenkgrill ist damit vor Allem für Grillpartys mit vielen Leuten eine echte Alternative. Man muss allerdings berücksichtigen, dass der Schwenkgrill in der Regel etwas mehr Platz braucht, als z.B. ein Säulengrill. Vorsicht ist auch geboten, wenn Sie die Schale mit der Kohle in die Wiese stellen, das kann durch die Hitze schnell verdorren.

Ein Tischgrill ist geeignet für alle die, die keinen Garten haben, also auf dem Balkon oder auf dem Campingplatz grillen möchten. Er ist kleiner als ein normaler Kohlegrill. Allerdings muss aufgrund der geringeren Größe öfter Kohle nachgefüllt werden. Um das zu umgehen, gibt es viele Elektro- oder Gas-Tischgrills. Infos dazu finden Sie weiter unten auf dieser Seite.    

Der Gasgrill  - Alleskönner unter den Grills
Gasgrills haben gegenüber dem Holzkohlegrill zwei Vorteile. Einerseits entfällt das „Entsorgen“ der Holzkohle – der Gasgrill macht nicht so viel Schmutz wie der Holzkohlegrill (wobei der Grillrost natürlich auch beim Gasgrill gesäubert werden muss). Anderseits gibt es bei einem Gasgrill keine Vorlaufzeit für das Anheizen – Aufdrehen – Anzünden – Fertig. Schon ist die Hitze da und es kann losgehen - man muss nicht wie beim Kohlegrill darauf warten bis die Glut grillbereit ist. Viele PROFI-Griller sagen, dass der Geschmack des Grillguts auf einem Holzkohlegrill besser ist, als auf dem Gasgrill – das lässt sich aber nicht beweisen – schließlich kommt es ja darauf an, was der Griller daraus macht, oder?
Der Standard-Gasgrill besteht meist aus Edelstahl, ist rechteckig und hat zwei bis sechs Flammen – je nach Ausführung. Das ist der typische Grill, wie er bei Grillbuden auf dem Jahrmarkt Verwendung findet.

Optisch ansprechender und auch mit mehr Grillmöglichkeiten ausgestattet sind die Gasgrillwagen, bzw. die Gasgrills mit Deckel oder Haube. Damit kann dann auch indirekt gegrillt werden. Oft sind die Brennstäbe einzeln zuschaltbar und regelbar und können unproblematisch per Piezozündung gezündet werden. Einige Modelle verfügen zusätzlich noch über einen Seitenkocher (z.B. für Saucen), der ebenfalls mit Gas funktioniert. Mit einem Gasgrillwagen sind Ihren Wünschen praktisch keine Grenzen gesetzt. Damit werden sie auch den höchsten Ansprüchen Ihrer Gäste gerecht.

Der Elektrogrill – der praktische unter den Grills
Schluss mit dem Vorurteil, für echtes Grillaroma sei ein offenes Feuer oder Holzkohle unverzichtbar. Mittlerweile kommen die Elektrogrills erstaunlich nah an dieses Aroma heran. Auch hier gibt es wieder die Varianten mit und ohne Deckel. Durch die hohen Leistungen von 2.000 Watt oder mehr wird eine ähnliche Hitze wie in einem Kohle- oder Gasgrill erreicht.
Ein echter Vorteil ist, dass Elektrogrills bestens für das Grillen auf dem Balkon oder anderen Orten geeignet sind, wo Holzkohle entweder unerwünscht oder schlicht und einfach zu umständlich ist. Eine echte Alternative also!

Der Smoker – der Spezialist unter den Grills
Der Name sagt eigentlich schon fast alles (Smoke = Rauch). Das heißt nichts anderes, als das die Speisen nicht über offenem Feuer gegart werden, sondern ausschließlich durch warmen/heißen Rauch. Der bekannteste Smoker ist wohl der Barrel-Smoker. Der besteht aus zwei Kammern -  eine mit dem Brennmaterial (in der Regel Holz oder Kohle) und eine für das Grillgut. Der heiße Rauch wird dann von der „Holzkammer“ in die „Garkammer“ geleitet in der das Fleisch bei niedriger bis mittlerer Hitze über einen längeren Zeitraum gegart wird. Ein Smoker ist der klassische Grill für ein echtes Barbecue. Dabei handelt es sich um eine schonende und zum Teil gewürzintensive Art der Zubereitung. Wer also Fan von echtem, rauchigem Geschmack ist, der sollte über einen Smoker nachdenken. Ein Räucherschrank funktioniert z.B. ähnlich.  

Rezept: Spare-Ribs mal anders
Rezept: Gefüllte Tomaten
Rezept: Gegrillte Bananen

Die Holzkohle und das Anzünden...

Nun ist es ja so, dass der Holzkohlegrill logischerweise nicht ohne Kohle oder Briketts funktioniert. Im Prinzip unterscheidet man zwischen stückiger Holzkohle und gepressten Holzkohlekissen, auch als Briketts bekannt, wobei Holzkohle im Endeffekt nichts anderes ist, als mehr oder weniger verkohltes Holz.

Die stückige Holzkohle hat den Vorteil, dass sie sich um einiges leichter anzuzünden lässt. Folglich verglüht sie auch schneller und ist für kürzere Grillgänge geeignet. Qualitativ hochwertige Holzkohle hat wenig kleine Stücke und ist weniger staubig. Achten Sie auf jeden Fall darauf, dass es sich bei der Holzkohle um DIN-geprüfte Qualität handelt, allein schon der Sicherheit wegen.
Die Holzkohlebriketts benötigen wie schon gesagt etwas länger Zeit um eine richtige Glut zu entwickeln. Allerdings hält die Glut eben auch wesentlich länger an. Briketts bestehen aus Holzkohle, die gemahlen und dann gepresst wurde.

Jetzt gibt es natürlich noch ein paar Varianten um das Raucharoma noch etwas zu „verfeinern“. Dazu gibt es sog. Räucherchips. Sie geben beim Erhitzen ein ganz spezielles Raucharoma an das Fleisch ab. Es gibt unterschiedliche Holzsorten, die bei den Räucherchips verwendet werden. Fruchthölzer sind der Allrounder, eignen sich für fast alle Fleischsorten, sogar für Gemüse und verleihen dem Fleisch ein Raucharoma mit süßlicher Note. Nusshölzer harmonieren sehr gut mit Rind, Wild oder Lamm. Die bekannteste Sorte ist wohl das Buchenholz oder Erle. Damit erhalten Sie den klassischen Rauchgeschmack für Fleisch und Gemüse.
Etwas ganz Besonderes ist es, wenn Sie Holz eines gebrauchten Whiskyfasses verwenden – dazu müssen Sie nicht aber erst ein Fass leer trinken, die Chips gibt es im Handel und in jedem gut sortierten Grill-Shop.
Selbstverständlich können sie auch verschiedene Räucherchips miteinander vermischen. Was dabei herauskommt weis vorher niemand – also einfach mal ausprobieren.

Es ist also angerichtet! Das Grillvergnügen kann losgehen. Aber Moment, etwas fehlt ja doch noch. Wie zünde ich meine Kohlen oder Briketts denn richtig an und welche Hilfsmittel stehen zur Verfügung? Und da gibt es tatsächlich viele Möglichkeiten und Hilfsmittel, die man heranziehen kann. Neben den klassischen Grillanzündern wie Anzündwürfel oder flüssigen Grillanzünder, hat sich vor allem der Anzündkamin als gutes Hilfsmittel erwiesen.

Und wie wende ich die Anzünder richtig an?
Die Anzünder in den Grill zwischen die Holzkohle legen und ca. 1 – 2 Minuten brennen lassen - erst dann geben Sie vorsichtig weitere Holzkohle oder Holzkohlebriketts dazu. Achten Sie bitte darauf, dass die Anzünder dabei nicht erstickt werden. Beim Einsatz von flüssigen Anzündhilfen gehen Sie folgendermaßen vor: Sie verteilen die Flüssigkeit gleichmäßig über die Grill-Holzkohle oder Grill-Holzkohlebriketts. Nach einer Einwirkzeit von etwa 1 - 2 Minuten können Sie den Brennstoff vorsichtig entzünden – aber wirklich vorsichtig! ACHTUNG: Verwenden Sie keine Brennbeschleuniger wie Spiritus oder Benzin!

Und nun zum Anzündkamin. Eine wirklich raffinierte Erfindung um Kohle schnell und sicher zum Glühen zu bringen. Dazu geben Sie oben die Holzkohle oder Briketts in den Kamin, in die untere Öffnung 1-2 Grillanzünder. Nach dem Anzünden der Grillanzünder gelangen die Flammen schnell bis ganz nach oben im Anzündkamin, bis hin zum letzten Kohlestück. Durch seine Form wirkt er wie ein Kamin und verstärkt die Luftzufuhr, sodass die Kohlen bereits nach ca. 10 Minuten die richtige Glut erreicht haben. Die Kohle ist dann grillbereit, wenn die oberste Kohleschicht mit der typischen weiß-grauen Schicht überzogen ist. Dann einfach in Ihren Grill kippen und los geht`s…

Was man sonst noch so Nützliches gebrauchen kann...

Im breiten Grillsortiment gibt es viel mehr als nur die klassische Grillzange. Hier ein kleiner Auszug an sinnvollem und brauchbarem Grillzubehör: 

  • Alupfännchen für die schonende Garung
  • Grillbürste zur Reinigung des Rostes
  • Pizzastein
  • Abdeckung für den Grill
  • Geflügelhalter
  • Drehspieß
  • Fleischthermometer
  • Brandeisen zum Markieren des Fleisches
  • Grillschürze für den Grillmeister
  • Grillhandschuhe
  • Vieles mehr…

Sie haben sicher bemerkt, dass bei der Aufzählung ein wichtiger Punkt fehlt. Genau – die Grillzange. Aber Grillzange ist nicht gleich Grillzange. Die Zange sollte gut in der Hand liegen und das Grillgut ohne Probleme greifbar machen. Außerdem soll sie hitzeresistent sein. Es ist auch darauf zu achten, dass die Zange nicht zu kurz ist, sonst kommt man unter Umständen nicht bis an das andere Ende auf dem Grillrost. Als robustes, hygienisches und gut zu reinigendes Material hat sich Edelstahl erwiesen. Es gibt aber auch Grillbesteck aus Holz oder Kunststoff. Schauen Sie sich die verschiedenen Varianten doch einfach mal bei uns im Markt an.

Wir haben die Hinweise und Tipps auf diesen Seiten mit größter Sorgfalt und Genauigkeit ausgewählt und dargestellt. Achten Sie bei der der Anwendung auf  Ihre persönliche Sicherheit und die Sicherheit anderer Personen, tragen Sie eine  entsprechende Schutzausrüstung und sichern Sie Ihre Umgebung ab. Lesen Sie in jedem Fall und ohne Ausnahme vor der Anwendung die Gebrauchs- und/oder Dosierungsanleitungen der verwendeten Werkzeuge und Materialien und halten Sie sich an die Angaben in diesen Anleitungen. Bei nicht sach-, bzw. fachgemäßer Anwendung entsprechend der Anleitung, sowie bei Fehlgebrauch schließen wir jegliche Haftung aus. Ihre gesetzlichen Ansprüche werden dadurch nicht eingeschränkt.