So wird´s gemütlich…

Gemütlichkeit ist wohl  einer Hauptgründe sich für einen Kaminofen zu entscheiden. Sie wissen jetzt , welche Brennstoffe für solche Öfen geeignet sind und haben einen Überblick über die verschiedenen Arten von Kaminöfen. Jetzt kann es also schon fast losgehen mit dem ersten gemütlichen Abend vor Ihrem angezündeten Kamin, in dem die Flammen züngelnd nach oben schlagen und das typische Knistergeräusch in den Ohren liegt.

Wir geben Ihnen hier noch Ein paar Tipps zum Anzünden und auch zum Säubern Ihres Kamins.

Vom Wald in den Ofen…

Bevor Sie jetzt losziehen und Brennholz kaufen, sollten Sie sich vorher über die maximale Scheitgröße informieren, die in Ihren Kamin passt. Diese Info finden Sie in der Betriebsanleitung Ihres Ofens. Die  Standard-Scheitgröße beträgt zwischen 25 und 33 cm Länge, bei einem Durchmesser von ca. 8 cm pro Scheit. Es gibt aber auch Kaminöfen, die Scheite von einer Länge bis zu 50 cm aufnehmen können.

Jetzt haben Sie zwar das richtige Brennholz, aber Sie können ja das ganze Holz nicht im Wohnzimmer neben dem Kamin lagern. Am besten Sie stapeln  es trocken im Keller oder im Garten, gut abgedeckt oder in einem extra gebauten Brennholzunterstand. Für den Transport von der Lagerstätte zum Kamin gibt es zahlreiche verschiedene Helferlein - z.B. extra Holztragetaschen oder Holzkörbe, in die das Holz problemlos passt – in der Regel bis zu 10 Scheite (je nach Größe).Diese Tragetaschen oder –körbe  kann man dann auch mal in´s Wohnzimmer stellen, damit man direkt Holz zum Nachlegen zur Verfügung  hat.

Womit wir jetzt schon nahtlos zum nächsten Thema übergehen können: Wie und wann lege ich Holz  nach?

Die große Kunst dabei ist nämlich, so nachzulegen, dass möglichst kein Rauch oder Qualm aus dem Ofen in den Wohnraum gelangt. Meistens haben Sie ja die Luftzufuhr des Ofens nach dem Anzünden bereits heruntergeregelt, damit das  Holz nicht so schnell verbrennt. Genau dann ist die Gefahr von Rauch- und Qualmaustritt beim Nachlegen am größten. Denn durch die plötzliche Verfügbarkeit von Sauerstoff über die offene Tür wird dem Feuer neue Nahrung geben, die Flamme wird größer und  Rauch tritt aus. Damit das nicht passiert, gehen Sie bitte wie folgt vor:

Zunächst regeln Sie bitte die Luftregler des Ofens komplett auf, d.h. maximale Luftzufuhr. Danach sollten Sie einige Sekunden warten bis die Flammen wieder kleiner werden. Öffnen Sie jetzt die Tür einen Spalt und warten Sie wieder etwas. Die Ofentür kann jetzt ganz geöffnet werden und Sie können Holz nachlegen. Dann schnell wieder die Tür schließen und die Luftzufuhr auf das Niveau vor dem Nachlegen einstellen.

Den Kaminofen richtig anzünden…

Zum Anfeuern brauchen Sie natürlich erstmal Anfeuerholz. Dafür empfiehlt sich Weichholz, also Nadelhölzer wie Fichte oder Kiefer. Es brennt schnell an und entwickelt gute Hitze. Das Holz sollte natürlich sehr, sehr trocken sein. Neben dem Anzündholz sollten aber auch einige  normal große Brennholzscheite verwendet werden. Als grobe Richtlinie kann man sagen, dass beim Anzünden immer eine Gesamtmenge von ca. 2,5 kg Holz im Brennraum liegen sollte.

Das nächste Anzünd-Utensil ist der Anzünder selbst. Und da haben Sie jetzt mal wieder die Qual der Wahl. Da gibt es z.B. Anzündwürfel auf Petroleumbasis oder Holzwollepads, die mit Wachs getränkt sind. Eine Empfehlung welcher Anzünder am besten zünde zündet, kann man pauschal nicht geben. - am besten man macht seine eigenen  Erfahrungen, mit welchem das beste Ergebnis erzielt wird.

Zum Anzünden selbst legen Sie 2 – 3 Holzscheite (im besten Fall Hartholz/Laubholz) quer zur Kaminofentür in den Brennraum. Auf diese Basis aus Holzscheiten legen Sie 1 – 2 Kaminanzünder Ihrer Wahl. Um diese bauen Sie erst die kleinen „Anzündscheitchen“ herum, bevor Sie dann etwas größeren Weichholzscheite aufstellen. Dann müssen Sie nur noch die Anzünder anzünden.

Wenn dann alles geklappt hat, entsteht nach und nach eine Art „Glühbett“ im Kamin. Darauf kann man dann Brennholzscheite nachheizen oder Briketts nachlegen.

Bitte nicht vergessen, die Luftzufuhr zum Anzünden ganz zu öffnen.

Pflege und Reinigung…

Hier möchten wir gern auf drei wichtige Sachen eingehen. Den Brennraum, die Glasscheibe und das Ofenrohr.
Aus dem Brennraum muss die Kaminasche entfernt werden, indem Sie Sie den Aschebehälter (falls vorhanden) ausleeren, oder die Asche mit Besen und Schaufel aus dem Brennraum holen. Zusätzlich können Sie mit einem Aschesauger, den Sie natürlich auch bei uns im Markt erhalten, Aschereste absaugen. Vorsicht: Die Asche muss immer vollständig abgekühlt sein!

Das Hauptaugenmerk fällt klar auf die Sichtscheibe – es fällt natürlich sofort auf, wenn die verrußt ist. Warten Sie  nicht zu lange mit der Reinigung, sonst besteht die Gefahr, dass sich die Rußpartikel in das Glas einbrennen. Deshalb gibt es genau dafür Spezialreiniger. Damit lässt sich der Ruß schnell und einfach entfernen ohne die Scheibe zu verkratzen.

Um die Scheibe etwas „vorzubehandeln“ gibt es noch einen kleinen Trick. Alles was Sie dazu brauchen ist Zeitungspapier, etwas Wasser und Asche. Feuchten Sie dazu ein bis zwei Seiten Zeitungspapier leicht an. Wälzen Sie diese dann in der KALTEN Asche. Reiben Sie jetzt den Rußbelag auf der Glasscheibe mit leichtem Druck ab. Einmal von oben nach unten und dann von links nach rechts. Der grobe Ruß ist nun entfernt. Jetzt können Sie die Feinheiten mit dem Spezial-Ofen-Scheiben-Reiniger entfernen.

Im Ofenrohr setzt sich häufig sog. Glanzruß ab. Die Gefahr dabei besteht darin, dass sich dieser beim Anfeuern des Kamins  entzünden kann und es in der Folge zu einem Kaminbrand kommen kann. Aber das können Sie leicht vermeiden, wenn Sie das Ofenrohr regelmäßig  nach jeder Heizperiode einmal reinigen. Am besten Sie lassen das von Ihrem Schornsteinfeger erledigen. Dieser stattet Ihnen sowieso einmal im Jahr einen Besuch ab, um den Brennraum des Kamins und den Schornstein professionell säubern.

Und jetzt nichts wie ab vor den brennenden Kamin, die Seele baumeln lassen und sich durch die züngelnden Flammen treiben lassen. Wir wünschen Ihnen viel Spaß dabei!

Wir haben die Hinweise und Tipps auf diesen Seiten mit größter Sorgfalt und Genauigkeit ausgewählt und dargestellt. Achten Sie bei der der Anwendung auf  Ihre persönliche Sicherheit und die Sicherheit anderer Personen, tragen Sie eine  entsprechende Schutzausrüstung und sichern Sie Ihre Umgebung ab. Lesen Sie in jedem Fall und ohne Ausnahme vor der Anwendung die Gebrauchs- und/oder Dosierungsanleitungen der verwendeten Werkzeuge und Materialien und halten Sie sich an die Angaben in diesen Anleitungen. Bei nicht sach-, bzw. fachgemäßer Anwendung entsprechend der Anleitung, sowie bei Fehlgebrauch schließen wir jegliche Haftung aus. Ihre gesetzlichen Ansprüche werden dadurch nicht eingeschränkt.