Eine wahre Kunst... zumindest für einige Menschen...

Ja – wenn das mit dem Rasenmähen immer so einfach wäre…

Für den Einen ist das Rasenmähen eine Last, die man immer so weit wie möglich vor sich her schiebt (oder seiner Frau überlässt). Für den Anderen entwickelt sich das sanfte Modellieren der vielen tausend sich im Wind bewegenden Grashälmchen zu einem wahren Kunstgenuss und einer Explosion der Emotionen – oder so ähnlich.

Jedenfalls wird es nicht ohne Rasenmähen gehen – außer man betoniert und streicht grün an… aber das hatten wir ja schon mal. Deshalb ist es für uns natürlich ein absolutes Muss, Ihnen dazu ein paar Tipps mitzugeben.

Wie oft muss es denn jetzt wirklich sein...

Als Richtlinie gilt – mindestens einmal pro Woche sind Sie in der Hauptwachstumszeit dabei. Im Mai und im Juni, wo der Rasen normal am stärksten wächst, wird das sicher zu wenig sein. Die Häufigkeit des Rasenmähens hängt aber natürlich von mehreren Faktoren ab – das beginnt bei der Qualität des Saatguts, geht über die Qualität und Häufigkeit des Düngens – und natürlich bis hin zum Wetter.

Außerdem bitte beachten, dass sie Ihren Rasen auf keinen Fall zu kurz schneiden. Als Faustregel gilt – nicht mehr als ein Drittel bis maximal die Hälfte des Halms abschneiden. Ein durchschnittlicher Zierrasen hat eine Länge von ca. 4 bis 5 cm – da sollten Sie also maximal 2 cm abschneiden – beim Sport/Spiel-Rasen liegt die Höhe durchschnittlich bei 6 bis 7 cm – da sollten Sie nicht mehr als 3 cm abschneiden. Schattenrasen darf übrigens ein ganzes Stück höher sein, damit die Halme möglichst viel Licht abbekommen.

Bis dann mal wirklich der richtige Mäher gefunden ist...

…vergeht oft mehr Zeit als man denkt.

Dabei ist  die Entscheidung im Endeffekt gar nicht so problematisch, wenn Sie vorher konkret über Ihre Gartensituation und die entsprechenden Bedürfnisse nachdenken, entscheiden, was der Mäher können muss - und sich dann vielleicht von unseren Fachleuten beraten lassen.

Hier aber erst mal ein paar Hinweise zur Unterstützung:

Die Schnittbreite eines Rasenmähers beeinflusst den Zeitaufwand, den Sie mit dem Mähen verbringen – je breiter die Schnittfläche, je schneller sind Sie fertig. Breitere Mäher sind aber dann ggf. auch wieder ein bisschen unhandlicher – bei kleinen, verwinkelten Flächen kann das evtl. eine Rolle spielen.

Eine Höhenverstellung sollte Ihr neuer Rasenmäher in jedem Fall haben, damit Sie die Schnitthöhe anpassen und auf Ihr Gelände, bzw. den nötigen Schnitt einstellen können (mehr als 50% der Halmlänge sollten sie nie abschneiden). Bei günstigeren Mähern muss die Schnitthöhe oft pro Rad verstellt werden, was irgendwann einfach lästig werden kann. Bei „guten“ Mähern geht das mit einem Handgriff.

Mulchen oder Fangen – eine Grundsatzfrage…
Bei Rasenmähern mit Fangkorb wird das Schnittgut im Fangkorb aufgefangen, so dass Sie es leicht von der Rasenfläche entfernen und z.B. kompostieren können. Beim Mulchen wird der Rasen mit speziellen Messern sehr fein geschnitten und das feine Schnittgut bleibt dann einfach auf dem Rasen liegen, wo er wie ein Dünger wirkt (die Nährstoffe bleiben praktisch da, wo sie hingehören).

In neuen Studien ist belegt, dass es beim Mulchmähen keine Nachteile für Ihren Rasen gibt (z.B., bei der Sauerstoffversorgung) – für die Lebewesen in Ihrem Boden ist das auf dem geschnittenen Rasen liegengeblieben organische Material in jedem Fall gut.

Egal, welche Anforderungen Sie haben, egal welche Problemstellen Sie haben (natürlich im Garten) – wenn Sie unseren Rat benötigen stehen wir Ihnen gern mit unserer kompetenten Fachberatung zur Verfügung. Bitte sprechen Sie uns an…

 

Sie haben die Qual der Wahl...

Handmäher oder Spindelmäher…
Die Mäher ohne Motor sind natürlich die „grünsten“ unter  den Rasenmäher – kaum Geräuschentwicklung, keine Abgase, kein Strom, kein Benzin, wenig Wartung. Die einzige Energie, die dabei verbraucht wird, ist Ihre Muskelkraft – und das ist erstens gut für die „Muckis“ und zweitens für die schlanke Linie (nicht dass Sie das nötig hätten – aber ein paar Kalorien zusätzlich verbrauchen ist ja nicht schlecht).
Außerdem sollten Sie wissen, dass die Spindelmäher Ihren Rasen sehr viel  sauberer bearbeiten, als andere Rasenmäher – mit den Spindeln wird Ihr Rasen wirklich „geschnitten“ – bei den anderen Mäher-Arten wird er ja mehr oder weniger „abgeschlagen“.

Aber natürlich ist so ein Spindelmäher nur für kleinere Rasenflächen geeignet.

Elektro-Rasenmäher...
Die Elektro-Mäher haben zwei große Vorteile gegenüber den anderen Mähern – die Lautstärke und den Umweltgedanken. Gerade in dichter besiedelten Gebieten kann es für den Frieden mit den Nachbarn schon sehr nützlich sein, wenn der Rasenmäher „flüstert“ – und an etwas weniger Luftverschmutzung liegt uns wohl allen etc. 

Der Nachteil liegt dann aber in der Leistung – ab einer bestimmten Fläche eignen sich die stromgetrieben Mäher dann einfach nicht mehr, was auch am mitzuführenden Kabel liegt – das wird natürlich bei längeren Strecken irgendwann unhandlich. Außerdem wird ein Elektro-Rasenmäher bei sehr hohem Gras sicher das eine oder andere Problem bekommen.
Eine Alternative zu den kabelgebundenen Mähern bieten Akku-Rasenmäher, die bei kleineren oder auch verwinkelten Rasenflächen wirklich vorteilhaft sind und Spaß machen. Die Betriebs- und Wartungskosten sind bei allen Elektro-Rasenmähern günstiger, als bei den Benzin-Rasenmähern.

Benzin-Rasenmäher...
Das sind die „Kraftmeier“ unter den Rasenmähern – die kommen auch mit einem kleinen „Urwald“ in Ihrer Rasenfläche locker und problemlos zurecht. Bei größeren Rasenflächen werden Sie sehr froh darüber sein, wenn Sie einen leistungsfähigen, „kernigen“  Benziner zur Verfügung haben – eventuell sogar mit  Radantrieb, damit sie nicht selber schieben müssen.

Die modernen Motoren sind alle relativ wartungsarm und können mit geringem Spritverbrauch glänzen – und auch das Starten der Benzin-Rasenmäher ist dank neuester Technik heute kein Problem mehr.
Aber natürlich müssen Sie bei Ihrer Kaufentscheidung daran denken, dass der Benzinmäher in jedem Fall regelmäßig  gewartet werden muss – und Sie brauchen natürlich einen entsprechenden Benzinvorrat bei sich zu Hause.

Aufsitzmäher und Rasentraktoren...
Jetzt wird es richtig groß und mächtig. Viele bezeichnen Aufsitzmäher ja als reines Männerspielzeug, was sicher nicht so gaaanz von der Hand zu weisen ist. Aber für wirklich große Rasenflächen gibt es eigentlich keine Alternative – wer einmal eine Fläche von 2.000 m2 mit einem normalen Benzin-Rasenmäher gemäht hat, weiß davon ein Lied zu singen. Eine im Vergleich zu anderen Mähern riesige Schnittbreite, die zur Verfügung stehende Kraft und natürlich auch ein bisschen die Bequemlichkeit sprechen für die „Großen“.
Die Größe ist dann aber auch der Nachteil – bei verwinkelten Gärten müssen Sie bestimmte Stellen ggf. mit einem Handmäher nachmähen, weil der Aufsitzmäher nicht alle Stellen erreicht.

Mäh-Roboter...
Die Roboter fahren wie von Geisterhand bewegt über Ihren Rasen und verpassen ihm einen Fasson-Schnitt. NaJa – so ganz von Geisterhand geht das dann doch nicht – bevor die Roboter „loslegen“ können, müssen Sie in Ihrem Garten Begrenzungsdrähte (Induktionsschleife) verlegen, die den Dingern Ihre Grenzen aufzeigen (Sie müssen also die zu mähende Fläche vorher festlegen).
Durch Mähroboter wird in Rasen relativ häufig gemäht (bis hin zu einem ständigen Einsatz), was ja gut ist. Auch in Ihrem Urlaub oder wenn Sie nicht zu Hause sind kann der Roboter ja ohne Probleme weitermachen – er lädt sich automatisch auf (fährt selbstständig in die Ladestation). Dabei sollte man allerdings beachten, dass so ein Mähroboter wegen seines Wertes auch mal ins Blickfeld von Dieben kommen könnte (auch wenn der Mäher ggf. durch einen Code geschützt ist.
Die Roboter-Mäher fahren nicht nach einem gleichmäßigen Muster über den Rasen, sondern relativ unkoordiniert in alle Richtungen (bis sie auf ein Hindernis treffen und umdrehen). Aber Sie fahren dann so oft hin und her, bis die Fläche gleichmäßig gekürzt ist. Da Mäh-Roboter Mulchmäher sind, bleibt das Wenige Mähgut fein geschnitten auf dem Rasen zurück und wird dadurch dann auch gleich zum Dünger. Allerdings sollten sie beachten, dass Roboter-Mäher nicht für längeres Gras geeignet sind.

Alles hat Ecken und Kanten...

Vermutlich (und hoffentlich) wird keiner von uns eine absolut rechteckige und ebene Rasenfläche haben, bei der wirklich jeder Quadratzentimeter mit dem Flächen-Rasenmäher erreicht werden kann. Das wäre offen gestanden auch wirklich langweilig. Langweilig würde da aber gleichzeitig auch problemlos bedeuten, weil es dann eben keine Ecken und Kanten geben würde, an die Ihr Rasenmäher nicht herankommt.

Damit der „Wildwuchs“ des Rasens an diesen Stellen nicht überhandnimmt, können Sie Ihre Rasenfläche zunächst einmal mit Rasenkanten eingrenzen. Damit verhindern Sie, dass der Rasen sich z.B. unkontrolliert  in Ihre Blumenbeete ausbreitet, außerdem erleichtern die Rasenkanten (ob Stein oder Metall) in jedem Fall das Mähen an der Kante. Mehr dazu erfahren Sie auf der Seite >>>Rasen neu anlegen.

Trotz Rasenkante wird es aber immer noch genug Stellen in Ihrem Garten geben, an denen das Gras nicht mit dem Rasenmäher gekürzt werden kann – und dann kommen andere Hilfsmittel ins Spiel.

Rasenkantenschere / Gras-Schere...
Per Hand wird der Schnitt der Kante natürlich besonders genau und besonders schön. Das ist ja auch ein „echter“ Schnitt, kein „Abschlagen“. Moderne Hand-Scheren besitzen einen Drehkopf, der in alle Richtungen gedreht werden kann, damit Sie wirklich überall problemlos hinkommen, ohne sich die Finger zu brechen.

 

Rasenkantenscheren gibt es aber nicht nur für den wirklichen Handbetrieb, sondern auch elektrisch, bzw. in der Regel mit Akku – das ist natürlich um einiges komfortabler, als der reine Handbetrieb. Zu diesen Scheren erhalten Sie auch relativ viel Zubehör, wie z.B. Teleskopstangen, damit Sie sich nicht ständig bücken müssen.

Rasentrimmer...
Rasentrimmer werden elektrisch, bzw. per Akku angetrieben und arbeiten alle mit einem rotierenden Kunststoff-Faden, der das Gras abtrennt, oder entsprechenden Kunststoff-Messern (bei hochwertigeren Geräten).
Bei der Leistung und bei Arbeitskomfort gibt es  natürlich deutliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Preisklassen.  Das geht los bei verstellbaren Griffen und Arbeitshöhen, über abwinkelbare Trimmerköpfe bis hin zum werkzeuglosen Wechsel  der Fadenspule. Die Auswahl ist riesig.

Rasentrimmer sind sehr handlich und leicht, so dass Sie damit auch wirklich ohne Probleme  auch schwer zugängliche Stellen locker erreichen. 

Motorsensen...
Bei größeren Gärten, oder auch bei Gärten mit vielen Hecken, Büschen und Sträuchern (oder Grasflächen, die höher wachsen dürfen) kann die Anschaffung einer Motorsense wirklich Sinn machen.
Motorsensen sind in der Regel mit Verbrennungsmotoren ausgerüstet, bringen also eine deutlich höhere Leistung, als Rasentrimmer. Das Schneidwerkzeug ist in der Regel  metallisch (deshalb auch „-Sense“), womit man auch mal Ästen zu Leibe rücken kann. Es gibt aber auch Motorsensen mit Schneidfaden, der dann aber auch wieder deutlich widerstandfähiger ist, als der Faden bei den Rasentrimmern.

Egal, welche Anforderungen Sie haben, egal welche Problemstellen Sie haben (natürlich im Garten) – wenn Sie unseren Rat benötigen stehen wir Ihnen gern mit unserer kompetenten Fachberatung zur Verfügung. Bitte sprechen Sie uns an…