Tierische Weihnachten…

Als echte Familienmitglieder genießen unsere Haustiere heutzutage das „Fest der Liebe“ genauso, wie wir das tun. Na gut- vielleicht nicht ganz genauso aber genießen werden unsere Lieblinge das Weihnachtsfest in jedem Fall. Und zwar sicher relativ unabhängig davon ob Sie Ihre treuen Gefährten mit Geschenken überhäufen oder nicht - Haustiere sind da eher unkompliziert. Was aber nicht heißt, dass sich Bello, Mieze und Hansi nicht doch über das eine oder andere schmackhafte Geschenk freuen würden - und damit sind wir gleich beim Thema…

Das Weihnachtsgeschenk für Ihren Liebling…

Gleich vorweg genommen… über das Designer-Hundebett oder das diamantenbesetzte Halsband freut sich wohl sicher mehr das Herrchen oder Frauchen – Tiere haben da keine allzu empfindliche Seite. Dagegen treffen Sie den Nerv Ihres Haustieres sicher mit (artgerechtem) Spielzeug oder eben schlicht etwas zum Knabbern.

Ein artgerechtes Spielzeug, das Ihrem Haustier auch über längere Zeit hinweg die Zeit vertreibt, tut nicht nur dem Tier gut, sondern auch Ihnen und eventuell auch Ihrer Einrichtung. Leider kann man nicht bei allen im Handel erhältlichen Tier-Spielsachen davon ausgehen, dass sie wirklich artgerecht sind. Im Gegenteil - viele sind wirklich gefährlich.

Ähnlich wie bei Kleinkindern sind Spielsachen, bei denen sich Teile leicht lösen keine gute Wahl. Das Verschlucken dieser Teile kann von Atemnot über Magenbeschwerden bis hin zum Darmverschluss alles Mögliche nach sich ziehen. Also bitte am besten im Laden selber prüfen, wie haltbar das Teil tatsächlich ist. Gleiches gilt übrigens für Materialien, die sich auflösen oder sich abziehen lassen. Auch dabei können verschluckbare Teile übrig bleiben, die dann Probleme machen. Dass die verwendeten Materialien ungiftig sein müssen versteht sich von selbst.
Spielzeug mit Leinen oder Schnüren birgt die Gefahr, dass sich Ihr Tier eventuell selbst stranguliert, wenn Sie es mit dem Spielzeug unbeaufsichtigt lassen.

Immer beliebt sind zum Beispiel weihnachtliche Knabbereien, die Sie vielleicht sogar selbst für ihren Liebling zubereitet haben. Wie wäre es zum Beispiel mit selbstgemachten „Crêpes-„WAUsette“ – da kann Ihr Bello nicht wiederstehen. Rezept finden Sie nebenan.

Und natürlich können Sie dem ganzen noch die Krone aufsetzen, wenn Sie es Ihrem Haustier nicht zu leicht machen, an diese Leckereien heranzukommen. Dabei reicht  es schon aus, die Leckerlies in einer Schachtel zu verstecken, oder zum Beispiel auch einfach ein großes Stück Papier „einzuknüllen“. Wichtige ist dabei ja nur, dass Ihr Haustier seinen Spaß beim “Auspacken“ hat.
Sie werden sicher auch Ihren Spaß dabei haben.

Den größten Gefallen tun Sie ihrem Haustier aber wahrscheinlich, wenn Sie die Weihnachtsfeiertage einfach zusammen mit Ihren Liebling genießen, sich viel Zeit für lange Winterspaziergänge und zusätzliche Schmusestunden nehmen und einfach entspannt und ohne Stress füreinander da sind.

Die kalte, feuchte Jahreszeit…

Von Haus aus sind die meisten unserer Haustiere  wirklich deutlich besser für kalte Temperaturen vorbereitet, als wir Menschen das sind - sie haben ein Fell, das in der Regel perfekt gegen Auskühlung schützt. Trotzdem sollte man ein paar Punkte kennen, um vor allem den besten Freund des Menschen vor Widrigkeiten des Winters zu schützen. 

Das beste Mittel gegen Kälte ist wie immer Bewegung, Bewegung, Bewegung. Und das gilt natürlich für alle Hunde, ob Kurzhaar oder Langhaar, ob klein oder groß. Einem Hund, der in Bewegung ist, wird nicht kalt werden.

Laut Deutschem Tierschutzbund gehört Hundebekleidung nicht zur Standardausrüstung eines Hundes - ein Mäntelchen ist normalerweise also eigentlich nur nötig, wenn der Tierarzt es (zum Beispiel für einen kranken oder verletzten Hund) für nötig hält.

Natürlich ist aber auch Hund nicht gleich Hund - soll heißen, dass es bei den Hunden genauso wie bei uns Menschen „Frostbeulen“ gibt, die auch schon bei noch relativ moderaten Temperaturen anfangen zu zittern also zum Beispiel Hunde mit extrem kurzem oder wenig Fell.

Denen muss natürlich geholfen werden, und dafür gibt es im Handel eine riesige Auswahl praktischer und modischer Bekleidungsstücke für ihren Hund.

Oft vergessen wird im Gegensatz zum „Hundemäntelchen“ aber leider die Pfotenpflege. An langen Haaren an den Pfoten bleibt gerne Schnee kleben und durchnässt Haare und Pfoten. Deshalb diese Haare besser regelmäßig kürzen. Die Pfoten an sich, bzw. die Ballen sollten Sie im Winter regelmäßig mit einer Pfotencreme oder Vaseline einreiben, damit sie durch die Kälte oder Nässe nicht rissig werden. Das schützt dann auch gut vor Streusalz. Lässt es sich nicht vermeiden, Wege zu laufen, die mit Streusalz behandelt wurden, sollten Sie die Pfoten Ihres Hundes danach gründlich waschen und abtrocknen.

Bitte achten Sie außerdem darauf, dass ihr Hund nicht zu viel Schnee frisst. Der kalte Schnee reizt die Schleimhäute im Rachen und im Magen, was sie anfällig gegen Keime macht, die im Schnee oft massenhaft enthalten sind. Ein bisschen Schnee wird Ihrem Hund nicht schaden, aber zu viel ist zu viel. Sorgen Sie dafür das ihr Hund vor dem Gassi gehen genug trinkt und eventuell auch eine Kleinigkeit frisst.

Sicher über die Feiertage…

Während der Weihnachts-Feiertage gibt es erfahrungsgemäß deutlich mehr Gefahrenquellen für Ihre Haustiere, als an „normalen“ Tagen.

Das geht schon beim festlichen Weihnachtsschmuck los, weil Ihr Tier zum Beispiel die Christbaumkugeln mit einem tollen neuen Spielzeug verwechselt und sich dann an den Scherben verletzt, oder sie sogar verschluckt. Kleinteile oder auch Lametta können verschluckt werden und so Schäden anrichten, Girlanden und Lichterketten können - übrigens genauso wie Geschenkband - zu einer tödlichen Falle werden wenn Ihr Tier sich damit stranguliert.

Auch die zu Weihnachten üblichen Lebensmittel von uns Menschen sind nicht zwingend auch für Hunde oder Katzen geeignet. Gewürztes Fleisch gehört nicht auf den Speiseplan eines Haustieres. Rosinen können zu Nervenschäden führen, Rotkohl kann zu Gichtanfällen führen. Und Nüsse können beim Verschlucken an allen möglichen Stellen jedes Tieres einen Engpass verursachen, was ebenfalls tödlich enden kann.

Natürlich spricht nichts dagegen, wenn Sie Ihren Lieblingen zu Weihnachten auch einen besonderen Genuss verschaffen möchten. Achten Sie aber in jeden Fall unbedingt darauf, dass auch dieses „besondere“ Futter artgerecht bleibt und der Gesundheit Ihres Tieres nicht mehr schadet als es nützt.

Aber auch außerhalb der schützenden Wohnung lauern im Winter mehr Gefahren auf Ihr Haustier, als in der „hellen“ Jahreszeit. Ganz einfach weil es länger dunkel ist und Ihr Hund oder Ihre Katze dadurch länger – schlechter - sichtbar ist.
Um dem entgegenzuwirken, gibt es im Handel reflektierende Brustgeschirre, Halsbänder oder auch Leuchtwesten, mit denen Ihr Hund schon von weitem zu sehen ist. Denken Sie bei dieser Gelegenheit aber auch gleich an sich selbst und beschaffen Sie sich für die Spaziergänge entsprechende Bekleidung (zum Beispiel eine Kfz-Warnweste, die Sie über Ihre Jacke ziehen).

Bei Ihrem Hund sollten Sie es mit den Reflektoren aber nicht übertreiben. Ständiges Gefunkel vor den Augen der Tiere irritiert sie nur. Rüsten Sie Ihren Hund bitte auch nur dann mit diesen reflektierenden Maßnahmen aus, wenn es wirklich nötig ist. Also nicht ständig sondern nur punktuell wenn Sie mit ihm im Straßenverkehr unterwegs sind. Die Reflektoren könnten sonst zu Problemen in der Kommunikation mit anderen Hunden führen, wenn sie ständig getragen werden.

Silvester…

Eine besonders große Belastung stellt das laute Silvestergeknalle für Haustiere dar. Lassen Sie Ihre Lieblinge deshalb nie alleine zu Hause in der Silvesternacht. In der Wohnung sollten Ihre Tiere möglichst weit weg vom Lärm sein. Also z.B. nicht auf der Hauptstraßenseite. Schalten Sie ruhig Radio oder Fernseher an um den Lärm abzumildern. Zusätzlich können Sie noch Ihre Rollos herunterlassen und das Licht einschalten. Dadurch mildern Sie die Lichtblitze, die Ihren Liebling vielleicht erschrecken könnten.

Wir haben die Hinweise und Tipps auf diesen Seiten mit größter Sorgfalt und Genauigkeit ausgewählt und dargestellt. Achten Sie bei der der Anwendung auf  Ihre persönliche Sicherheit und die Sicherheit anderer Personen, tragen Sie eine  entsprechende Schutzausrüstung und sichern Sie Ihre Umgebung ab. Lesen Sie in jedem Fall und ohne Ausnahme vor der Anwendung die Gebrauchs- und/oder Dosierungsanleitungen der verwendeten Werkzeuge und Materialien und halten Sie sich an die Angaben in diesen Anleitungen. Bei nicht sach-, bzw. fachgemäßer Anwendung entsprechend der Anleitung, sowie bei Fehlgebrauch schließen wir jegliche Haftung aus. Ihre gesetzlichen Ansprüche werden dadurch nicht eingeschränkt.